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Praktische Übungen

 

Die Suche nach der inneren Stille

 

Mystik in jeder Form oder Gestalt hängt von der inneren Stille und Selbsterkenntnis ab. Dazu gehört, sämtliche Geräusche oder Zerstreuungen von außen auszuschalten.

Eine keltische Methode ist, sich mit einem flachen Stein auf dem Bauch in einen abgedunkelten Raum zu legen, wobei der Stein so schwer sein sollte, dass man nicht einschläft, aber auch so leicht, dass man sich damit nicht unwohl fühlt.

Wähle einen günstigen Zeitpunkt, zu dem man nicht gestört werden kann, um deinen Geist frei schweifen zu lassen.

Lege eine Augenbinde an, und beginne, wenn alles still ist, die Stille in Dir zu suchen.

Lasse dabei ein Gedicht aus deinem Inneren in Dir aufsteigen, ohne dich dabei gedanklich anzustrengen. Lasse die Worte an die Oberfläche kommen, aber bewahre Schweigen, solange es geht. Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, kehre in die Welt zurück und schreibe auf, was Dir eingefallen ist.

 

Die Reise nach Annwn oder die schamanische Reise

 

Wer eine schamanische Reise in die schöpferische Imagination machen will, braucht dazu nur ein Ziel und den Wunsch, sich auf die Suche zu machen. Suche dazu einen Ort, an dem Du ungestört bist. Sammele Dich und konzentriere dich auf die Frage, was Du zu finden erhoffst, an jenem Ort, unter dem Du dir die Anderswelt vorstellst.

Zentriere Dich, lege Dich nieder und schließe die Augen. Stelle Dir den Eingang in die Erde vor-dies kann eine Höhle sein, eine Felsspalte, ein Brunnen oder eine Quelle. Trete furchtlos, doch respektvoll ein, denn dies ist ein magisches Reich.

Vielleicht stößt du auf Hindernisse, auf Tiere oder Menschen, die Dir den Weg versperren. Umgehe sie mit Hilfe deiner magischen Inspiration. Vielleicht begegnen dir auch Helfer, die beliebige Gestalt annehmen können, ob Menschen, die man kennt, oder solche, die man nicht kennt, ob Helden oder Götter, ob Tiere oder Fabelwesen. Auch Du kannst eine andere Gestalt annehmen. Wenn Du meinst, dich ausreichend umgeschaut zu haben, kehre über denselben Weg, den Du gekommen bist, langsam in die Realität zurück.

Je öfter Du die schamanische Reise durchführst und dich Stück für Stück umschaust, wird dir auffallen, dass Du immer wieder mal denselben Wesen begegnest. Behandele sie höflich und mit Respekt, denn es könnte sich um deinen Archetypen oder dein Krafttier handeln.

Dies wird insbesondere dann deutlich, wenn Dir auch in der Realität diese Wesenheiten immer wieder mal auffallen, und sei es nur auf Abbildungen.

 

Begegnungen mit dem Archetypen (oder dem Krafttier)

 

So wie gewisse Archetypen für bestimmte Aspekte des Lebens stehen, so können dies auch gleichfalls jene sog. Krafttiere. Der Quell der Weisheit z.B. entspräche dem Archetypen des Druiden, so wie jener Aspekt auch dem Adler zugesprochen wird. Oder die listenreiche Fee Morgana, deren Aspekt auch dem Fuchs zugeschrieben wird.

Gehe dazu auf dem wie oben beschriebenen meditativen Wege durch eine astrale Landschaft, um deinem Krafttier/deinem Archetypen zu begegnen. Es kann sein, dass Dir unterschiedliche Tiere oder Personen begegnen. Erzähle ihnen höflich, weshalb Du ihnen begegnen wolltest, stelle ihm Fragen und bewege die Antworten in deinem Herzen. Sie erzählen möglicherweise etwas über sich selbst und damit auch gleichzeitig über dich. Aus ihren Antworten können wir Stärken und Einsichten aus unserem Inneren gewinnen. Bedanke dich bei dem Wesen und kehre ins volle Bewusstsein zurück, und schreibe Dir auf, was Du erfahren hast. Vielleicht stelltst Du nach einigen Übungen fest, dass Dir immer wieder dieselben Wesen begegnen, deren Charaktäre den deinen am ehesten entsprechen. Behandele Sie mit Respekt, denn es sind oft weise Helfer, repräsentieren unser eigenes höheres Selbst, dem wir vorher nicht genug Beachtung geschenkt haben. Oftmals beruhen auch viele magische Namen (oder Nicknamen in entsprechenden Foren) auf solche Begegnungen.

 

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