Karin Jost ,Nampolach, Hexe, Stormhawk, Jörg Herget, Hermagor, Wicca, Nighthawk, Gail, Gailtal, Gitschtal, Hermagor, Latschach, Dellach, Egg, Passriach, Pressegger See, Presseggen, Förolach, Kärnten, Villach, Carinthia, Noricum, Celtic, Kelten, Keltentum, Hexe, Witch, Wicca, Druid, Magie, Magic, Rituale, Arnoldstein, Solingen, Remscheid, Wuppertal, Wupper, Tuatha di Gallapa, Schloss Burg, Magicnighthawk
Der Streit um die Lage Noreias ist uralt". Auf Grund antiker Entfernungsangaben - 1200 Stadien von Aquileia - glaubte man bereits im 18. Jahrhundert eine Lage bei Murau oder Neumarkt in der Steiermark errechnen zu können, eine Ortsbestimmung, die sich seither in zahlreichen Nachschlagewerken findet, aber in der Wissenschaft immer wieder in Zweifel gezogen wurde. Mit dem attischen Stadionmaß Strabos würde die Entfernung 213 km betragen, die Entfernung auf modernen Verkehrswegen zwischen Aquileia und Neumarkt in der Obersteiermark beträgt jedoch 249 km. Selbst nach römischen Stadien (223 km ) ist man auf dem Weg von Aquileia her noch immer in Kärnten (die Entfernung Aquileia - St. Veit an der Glan beträgt 216 km, zur steirischen Landesgrenze 238 km). Nach der „Festlegung“ der Lage Noreias bei Neumarkt waren deren Verfechter sogar verleitet, die Entfernungsdiskrepanz durch eine rückwirkende Korrektur der Angabe Strabos von 1200 auf 1500 Stadien zu erklären! Noreia müsse mit der ausgegrabenen, namenlosen keltisch-römischen Stadt auf dem Magdalensberg in Kärnten identisch sein, war eine andere Annahme. Auch auf dem Zollfeld sowie im Kärntner Glantal beim Noreia-Heiligtum der lokalen keltischen Fruchtbarkeitsgöttin in Hohenstein in der Gemeinde Liebenfels wurde Noreia vermutet. Desgleichen wurde es auf der Gurina bei Dellach im Gailtal, bei Lölling bzw. Semlach / Hüttenberg (Franz Ertl, 1969)[9] oder beim steirischen Wildbad Einöd geortet, das die Tabula Peutingeriana als „Poststation Noreia“ verzeichnet, doch ist die originale römische Vorlage der berühmten Straßenkarte immerhin fast ein halbes Jahrtausend nach der angeblichen „Schlacht bei Noreia“ entstanden. Sogar im Quellgebiet der Save, weitab von den anderen Orten, hat man Noreia vermutet Die jüngste, durchaus ernst zu nehmende Theorie für die Lage Noreias von Paul Gleirscher, der es 2001 noch auf dem Maria Saaler Berg vermutete, betrifft die Gračarca, einen Höhenzug am Klopeiner See in Kärnten, wo eine eisenzeitliche Siedlung und mehrere keltische Fürstengräber gefunden wurden.
Bild: rekonstruierter Umgangstempel oberhalb der Ausgrabunsstellen am\
Fundort Gurina, Gailtal:
Auf dem Weg von Hermagor ins obere Gailtal über die Bundesstraße B111 erreicht man kurz vor Kötschach-Mauthen den Ort Dellach. Nordöstlich davon befindet sich eine der bekanntesten Fundstätten von frühzeitlichen Siedlungsspuren im Gailtal. Hierbei handelt es sich um ein Siedlungsgebiet im Bereiche des Jauken, dessen Galmerzreichtum vermutlich schon in prähistorischer Zeit entdeckt und abgebaut wurde, auf einer diesem Berge südlich vorgelagerten Terrasse. Dieser Fundort, Gurina genannt, weist Siedlungsspuren auf, die eine Besiedelung mindestens seit früher Hallstattzeit bis in das Mittelalter bezeugen.
In der keltischen Kulturepoche dürfte sich die Anlage zum Hauptort des vermutlich das Gailtal besiedelnden keltischen Stammes der Ambiliken entwickelt haben, was zum Ausbau der Höhensiedlung zu einem befestigtem oppidum geführt haben mag. Älteste bekannte Funde stammen aus der sog. Urnenfeldzeit (1200 bis 800 v.Chr.), auch diverse Funde aus der Hallstattzeit (ältere Eisenzeit 800 200 v. Chr.) belegen die bereits frühe Besiedelung.
Gegen Ende des 3. Jhd´s v. Chr. erfolgte durch die Zuwanderung keltischer Stammesgruppen eine Überschichtung der bisher im Lande siedelnden Bevölkerung. Die keltische Kultur wird nach ihrem Hauptfundort La Tène in der Schweiz benannt (jüngere Eisenzeit, 200 v. Chr. bis Chr. Geburt). Im 2. Jhd. v. Chr. hatten die Kelten im Bereich der Ostalpenländer bereits ein Staatengebilde entwickelt, welches aus den antiken Quellen als regnum Noricum, das keltische Königreich Noricum, bekannt ist. Aus dieser Zeit ist auch die Ansiedlung zahlreicher römischer Händler im norischen Land bekannt, als Resultat eines regen Handels der norischen Bevölkerung mit den Eisenerzen und Eisenerz-Produkten, was im 2. Jhd. v. Chr. zum Abschluß eines Bündnisses zwischen Rom und dem einheimischen Königreich führte
Aus der antiken Überlieferung ist als einziger, damals vermutlich im Gail- und Lesachtal siedelnder Stamm jener der Ambilici bekannt, der sich nach dem alten Namen der Gail, Licas, nannte.
Der Stamm der keltischen Taurisker lebte nicht, wie früher angenommen, im Gailtal bzw. Oberkärnten, sondern, wohl im Verband mit den Keltenstämmen Kärntens, im oberen Savetal. Sie waren die erstenKelten des Ostalpengebietes, mit welchen Römer, rein geografisch bedingt, Kontakt bekommen hatten, weshalb sie deren Stammesnamen auf alle nördlich davon siedelnden Kelten bezogen, was erst später, nach Verstärkung des römischen Handels mit dem norischen Gebiet, wieder richtiggestellt wurde
Die Zuwanderung von Venetern aus Oberitalien auf die Gurina im 2. Jhd. v. Chr. beweisen entsprechende Funde, wie z.B. Bronzeplättchen, die als Beschläge für Holzkästchen dienten, in denen man Weihegaben für eine Gottheit geborgen hatte. Diese Art von Funden erweist die Gurina auch als Sitz einer alten Kultstätte für eine einheimische Gau- oder Stammesgottheit, deren Name allerdings noch ungeklärt ist. Zahlreiche frührömische und kaiserzeitliche Bronzestatuetten, vor allem solche des Herkules, sind jedoch als Hinweis dafür zu werten, dass diese Gottheit in römischer Zeit mit dem römischen Herkules interpretiert wurde.Als Kultbau für diese Gottheit wird auch die aus der mittleren und späten römischen Kaiserzeit stammende Tempelanlage au der oberen Gurina gedient haben.
Gegen Ende des 3. Jhd´s n. Chr., der einsetzenden Spätantike, erfolgte eine neuerliche Befestigung der Stadtanlage durch Sperrmauern und Türme. Im Verlauf des 5.Jhd`s n.Chr. mag Feindeinwirkung zur Zerstörung bzw. Aufgabe der Siedlung geführt haben.
Auszüge aus "Urgeschichtliche, römerzeitliche und frühmittelalterliche Funde im Bezirk Hermagor" v. G. Piccottini
Aktuelle Fotos der Ausgrabungsstelle Stand: 24.09.2006
Keltische Fundstücke, ausgestellt im Heimatmuseum Hermagor
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