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Feste und Feiertage             

 

 

Die 8 Haupt- Feiertage, genannt Sabbate, richten sich nach dem Sonnenzyklus (vier Feste als reine Sonnenfeste, vier welche teils nach festen Daten, teils nach natürlichen oder astrologischen Ereignissen berechnet werden). Außerdem gibt es noch Esbate, welche Vollmondfeiern, manchmal auch Schwarzmondfeiern sind.

Die traditionellen Hexenfeste kommen aus dem Keltischen Brauch und drücken meist Dankbarkeit gegenüber der Natur aus.

Imbolc (christlicher Festkalender: Mariä Lichtmess) wird am 2. Februar

gefeiert. Es ist ein Fest der Reinigung und des Lichts und ist der Göttin Brigid (auch Bride, Brigitte, Bridget) gewidmet. Die Göttin ist zu dieser Zeit im Jahreszyklus eine Jungfrau. Im alten Rom wurde der Tag zu Ehren der Göttin Februa mit Fackel Festzügen und Kerzen als Zeichen der Reinigung und Sühne begangen. Vom christlichen Glauben übernommen wurde dies der Tag an dem in der katholischen Kirche die Kerzen geweiht werden.

 

Starhawk meint dazu:

Was zu Jul geboren wurde, nimmt nun langsam Gestalt an. Das Sonnenkind ist erstarkt, es ist gewachsen. Nun sind die Tage spürbar länger geworden, das Ende des Winters ist nun nicht mehr fern. Es ist Gewißheit, daß das Versprechen des Wintergeborenen Sonnenkindes erfüllt werden wird. Das neue Leben wird unter dem Eis erwachen und es ist die Zeit der Initiation - die Zeit des Beginns und des Aufbruchs. Es ist die Zeit der Individuation, innerhalb der Grenzen der Spirale unseres Seins werden wir zu der unverwechselbaren Person, die wir sein sollen. Wir geben unserer Hoffnung und Dankbarkeit dafür Ausdruck, vollziehen ein Reinigungsritual und entzünden eine Kerze, als Zeichen der Individualität, Inspiration und Reinigung.

Frühlings-Tag- und Nachtgleiche (Ostara, keltisch: Alban Eiller) 21. März .

Das große Frühlingsfest symbolisiert die Zeit des Neuanfangs. Dies ist die Zeit für Frühjahrsputz und die Frühlingsdiät zu Reinigung und Entschlackung des Körpers. Bei den Germanen war dieser Tag der Göttin Ostara gewidmet. Da das Christentum diesen Feiertag weder ignorieren noch unterdrücken konnte, wurde daraus das Osterfest.

 

Starhawk meint dazu:

Jetzt ist ein besonderer Tag im Jahreslauf erreicht. Es ist der Tag der Gleiche, der Balance, der Ausgewogenheit und Harmonie, es ist der Beginn des Frühlings. Das Licht, Symbol des Lebens und seiner aufbauenden Kraft, hat die Dunkelheit, als Symbol des Todes und der destruktiven Kräfte, in seiner Kraft und Stärke eingeholt. Beide Mächte stehen gleichbedeutend und in symmetrischer Herrlichkeit in der Welt, regieren mit gleicher Stärke das Universum und doch wissen wir, daß die Zeit des Lichtes, die Zeit seines Triumphes über die finstere Kälte des Eises noch nicht beendet ist. Beide Könige stehen in Gleichheit sich gegenüber, der Eine jung und von ungestüm wachsender Stärke, der Andere alt und erfahren, doch von schwindender Kraft ergriffen, müde die Zügel der Welt haltend und sich im Stillen nach den Tagen der Ruhe sehnend, streiten sie beide um die Macht in der Welt. Wir merken es an der Kraft der Stürme und dem Wechselspiel der Elemente und doch sind beide, der Fürst der Dunkelheit und der Fürst des Lichtes, welcher geboren wurde zu Jul, zwei Seiten der selben Medaille, beide sind Gesichter unseres Gottes, des Herrn der Finsternis und des Herrn des Wachstums. ER ist der gehörnte Gott, der Gott des tanzenden Lebens, Gott des ewigen Kreislaufs von Zerstörung und Aufbau. Denn nur wenn das Bestehende zerfällt, kann daraus Neues entstehen. Doch ER, der junge Prinz der Frühlingssonne, blickt nun in die Welt und reicht IHR die Hand, holt SIE, unsere jungfräuliche Mutter, Kore, hervor aus dem Reich der Finsternis und des Todes und beide beginnen wieder den Reigen des Lebens zu tanzen. Und wohin sie auch kommen, ER umgeben vom lauen Winde des Frühlings und SIE umhüllt von den befruchtenden warmen Wolken des Regens, sprießt hervor die Pracht der wilden Blumen.
Du kannst diesen Tag des Friedens und der Harmonie feiern, indem Du hinaus gehst in die Natur, gehe an einen Bach oder ein anderes fließendes Gewässer, nimm ein Gefäß mit und schöpfe das Wasser im Moment des ersten Morgengrauens. Es ist das flüssige Symbol des Lebens, erfüllt mit den Strahlen der Sonne wurde es, aus dem Eis der Ruhe, das lebendige Naß. Trage es in dein Haus und nutze es zur Reinigung deiner kleinen Welt. Doch achte darauf, daß Du vom Verlassen deiner Behausung bis zu Deiner Wiederkehr kein einziges Wort über Deine Lippen treten läßt, ansonsten ist die Kraft des Wassers verloren. Auch solltest Du schmücken dein Haus, mit den Zeichen des Frühlings, binde Sträuße aus Blumen und Zweigen der Birke, Weide und Hasel um die Fenster, Türen und (so Du hast) Brunnen. In einem solch prachtvoll geschmückten Haus muß nun aber das Leben Einzug halten. Leben ist Lachen und Liebe! Darum lade deine Freunde und deine Familie zu Dir ein und feiere mit ihnen ein Fest. Wenn Du willst, entzünde auch ein Feuer, als Gleichnis zum Feuer der Sonne. Die Asche dieses Feuers hebe auf, sie hat befruchtende und reinigende Wirkung. Möchtest Du Deinen Lieben etwas von der Kraft des erwachenden Lebens schenken, so überreiche ihnen etwas des Wassers oder/und ein von Dir geschmücktes Ei. Auch können die Eier in den Farben der Elemnte (Gelb, Rot, Blau, Grün für Luft, Feuer, Wasser, Erde) bemalht sein und in einem Losverfahren, mit verdeckter Sicht, von allen Anwesenden gezogen werden. Die gezogene Farbe ist das Symbol des Elementes, das im weiteren Jahr bestimmend sein wird, für die jeweilige Person. Es ist nicht schlimm, wenn Du dieses Fest auf den gemeinhin gültigen Osterfesttermin schiebst, er ist nur ein Kompromiss an die Juden und ihr mondphasengerichtetes Passahfest.

Beltane (Walpurgisnacht): 30. April:

Eines der wichtigsten Feste überhaupt. In der Nacht zum 1. Mai wird die Vereinigung der Göttin mit dem Gehörnten Gott gefeiert. Beltane-Feuer (Maifeuer) werden angezündet. Laut Überlieferung sollen sich in dieser Nacht in Deutschland die Hexen auf dem Blocksberg versammeln und ihren Hexensabbat abhalten.

 

Starhawk meint dazu:

Diese Nacht ist die Nacht der Liebe! Es ist die Zeit gekommen, da zueinander findet, was zueinander gehört. Es ist die Zeit der Vereinigung dessen, was sich aus süßem Verlangen und herrlichem Entzücken bereit ist zu paaren. SIE, die jungfräuliche Herrin des Frühlings, und ER, der junge Herr des warmen Lichtes und des zunehmenden Jahres, die sich an Ostara trafen und ihren Tanz begannen, berühren sich nun in zärtlicher Umarmung und tiefster Leidenschaft in den grünen Auen und Wäldern, in den Wiesen am Grunde der Seen und in den Feldern der Menschen, um sich zu vereinigen und den Tanz des neu entstehenden Lebens zu vollenden. Der Speer des Lebens verwebt sich nun, in dieser Nacht, zum spiraligen Netz des alles durchdringenden Daseins. Und alles und jeder in der Welt wird sich erneuern.
Traditionell ist dies der Tag des Maienfestes, was nix weiter ist, als ein großes gemeinsames Picknick im Grünen, mit Maibaum und Maibaumtanz etc. Dazu werden an einem (meist) extra dazu hergerichteten Maibaum lange verscheidenfarbige Bänder gebunden, jeder Tänzer hält eines in den Händen und jedesmal, wenn sich zwei Tänzer beim Kreistanz um den Baum begegnen, tauschen sie ihre Bänder lachend gegeneinander aus, so daß diese sich, mit der Zeit, zu einem Geflecht vereinen. Das Maifest ist ein sehr lustiges Fest, bei dem an Essen und Trinken nicht zu sparen ist und es geht bis tief in den Abend, teils in die Nacht hinein und kann gipfeln, in dem sogenanten großen Ritus. Das ist ein ganz normales Ritual zu Ehren der Göttin, der Maikönigin, und ihres Gefährten, dem Maienkönig, bei dem symbolisch (oder auch echt), nach Erwählung des Königs (einer der Herren der Runde) durch die Königin (Pristerin oder welche Frau auch immer diese Rolle spielen möchte) und ritueller Umwerbung,  die Vereinigung beider, als Symbol der Befruchtung allen Lebens in der Natur, vollzogen wird. Traditionel werden auch ein oder zwei Feuer in Mitten des Ritualkreises entfacht, diese haben reinigende und heilende Wirkung, die man sich zum Ende des Rituals zu nutze machen kann, indem mensch oder Pärchen darüberspringt, oder zwischen ihnen hindurchschreitet, ehemals wurde auch das Vieh der Bauern zwischen ihnen hindurchgetrieben, um Krankheit und Zauber von ihnen zu nehmen. Auch kann als Symbol des Geschlechtsaktes in der Natur (der großen Ritus also) durch das gemeinsame Durchschreiten oder Durchtanzen eines Maienbogens vollzogen werden. Dazu werden zwei junge Birkenbäumchen (oder ähnliches), deren untere Äste entfernt wurden, mit ihren Spitzen zusammengebunden und so aufgestellt, daß ein Torbogen entsteht, welcher noch zusätzlich mit Bändern und anderem Zierwerk geschmückt werden kann. Auch werden sogenannte Maienstecken für Haus und Garten gefertigt, wozu jeder ein gut Stück der verwobenen Bänder des Baumtanzes benötigt. Diese werden um einen Stock gewunden, ersatzweise kann man diesen aber auch bemahlen oder Ornamente in seine Rinde schnitzen, anschließend werden frisch geschnittene Birkenzweige an seiner Spitze befestigt und die Zweige mit weiteren bunten Bändern verziehrt. Danach wird der Stock in einen vorbereiteten Blumentopf gestellt und mit reichlich Moos und Erde in diesem befestigt. Natürlich kann man den Stecken auch in ein Gartenbeet stecken. Das geschieht, um Kraft und Segen des Mai-Baumes in Haus und Garten eingehen zu lassen, um alles schön wachsen und gedeihen zu lassen. Denn die Bänder symbolisieren den Wunsch einer Verbindung zwischen uns und der Kraft des Baumes mit seinem neu sich in ihm entwickelnden Wachstum.

Litha (Sommersonnenwende, keltisch : Alban Heruin): Am 21. Juni

steht die Sonne an ihrem höchsten Punkt und die Nacht ist die kürzeste des Jahres. Eine große Rolle spielen Feuer, um die getanzt oder über die gesprungen wird. Das Christentum übernahm den Feiertag als Johannisfest, das am 24. Juni gefeiert wird.

 

Starhawk meint dazu:

Die Zeit der Rosen ist gekommen, die Zeit der Freude und der Schmerzen, die Zeit der Blüten und der Dornen, des süßen Duftes und des Blutes. Es ist heut' der längste Tag des Jahres, es ist der Triumph des Lichtes über die Finsternis. Der reife Sonnenkönig umarmt die Sommerkönigin in Liebe ergriffen, die den Tod bedeutet, da sie so vollkommen ist, daß sich alles in ihrem Glanze und in dem Sturm ihrer weltbewegenden Ekstase auflöst. Und so löst ER, der Herr des Lichtes, sich von seinem Selbst und beginnt die Fahrt des Lebens, über die dunklen Meere der Zeit, entgegen der Insel des Lichtes und der Wiedergeburt. Es dreht sich das Rad und wir drehen uns mit ihm, wir haben unserer eigenen Wandlung Saat bereits gesät und um diese wachsen zu sehen, müssen wir das dahinscheiden der Sonne bejahen, wie wir einst auch ihrem Kommen entgegentraten

Lammas:2. August:

Der Tag, an dem das Fest der Fülle und des Überflusses gefeiert wird. Man dankt den Göttern mit Opfergaben für die blühende Natur und das reife Korn und bittet sie um eine reiche Ernte. Viele Erntebräuche sind auch heute noch erhalten.

 

Starhawk meint dazu:

Dies ist das Fest des Lug, das Fest des Sonnenkönigs, der mit dem niedergehenden Jahr stirbt. Es ist das Fest des Kornkönigs, der stirbt, wenn das Getreide geschnitten wird. Wir sehen uns stehen zwischen Hoffnung und Furcht, zwischen dankbarer Zuversicht und scheuer Angst. Auf den Feldern, die Früchte sie sind gereift, die Ähren sind voll und schwer, dicht an dicht hängen die Äpfel in den Bäumen und voll sind die Trauben, doch noch sind sie nicht geerntet, noch ist nicht der schweren Arbeit Lohn in unserer Hand - mühevoll war unser Tun, doch noch ist uns Brot und Reichtum nicht sicher. Nun, in diesen Tagen wird die GÖTTIN, die Mutter, zur Unerbittlichen, zur Schnitterin, die sich vom Leben nährt, damit neues Leben in ihr heranwachsen kann. Die Helligkeit des Lichtes nimmt spürbar ab, die Tage werden kürzer und der Sommer neigt sich seinem Ende entgegen. Wir sind zusammengekommen um erneut das Rad des Jahres zu drehen, wir wissen, daß wir ernten müssen um erneut säen zu können, wir wissen, das nun das Licht und die Wärme des Sommers der Dunkelheit und Kälte des Winters weichen muß, damit dereinst, in nicht allzu ferner Zukunft, das Wunder des Lebens erneut seinen Anfang nehmen kann.

Mabon (Tag- und Nachtangleiche, keltisch: Alban Eluen): 23. September.

Wird heute als Erntedankfest gefeiert. Mittelpunkt des Festes ist eine üppige Mahlzeit, mit der man für die reiche Ernte dankt. Als Zeichen der Dankbarkeit wirft man drei Früchte zu Ehren der Kornmutter über die Schulter. Bei der Getreideernte bleibt die letzte Garbe zusammengebunden stehen oder wird überhaupt nicht geschnitten. Das Fest steht für den Feierlichen Abschied vom Sommer und ist die innere Vorbereitung auf den Winter.

 

Starhawk meint dazu:

Es ist die Zeit des Erntens gekommen, des Einbringens der Früchte unseres Tun und die Zeit des Danksagens und der grenzenlosen Freude, aber auch die Zeit des Abschiedes und der Trauer. Nun sind erneut gleich, der Tag und die Nacht, sind begriffen in vollkommener Balance. Wir besinnen uns auf die Ausgewogenheit und den Lauf unseres eigenen Lebens. Der Sonnenkönig wurde zum Herrn der Schatten und segelt gen Westen dahin, wo die Sonne im Meer der Nacht versinkt, wo sich die Tore zur Anderswelt befinden und das Leben sich seinem Ende entgegen neigt. Wir folgen ihm in die Finsternis. Nun, da die Zeit der Unfruchtbarkeit über uns gekommen ist, ist es aber auch Zeit, Dank zu sagen für die eingebrachte Ernte. Wir sind zusammen gekommen um erneut zu drehen das Rad und um zu weben den Faden des Lebens, der uns sicher geleiten wird durch die Finsternis in das neue Licht.

Samhain (Allerheiligen, Hallowe´en): 31. Oktober.

Ursprünglich das keltische Neujahrsfest, heute noch der erste Tag des Hexenjahres. An diesem Tag werden Ritualgegenstände geweiht und neue Hexen initiiert. Die Kelten glaubten dass in dieser Nacht Saman, der Herr des Todes, die bösen Seelen zu sich rief. Deshalb wurden Schutzfeuer intzündet, um die Geister zu bannen. In dieser Nacht soll es auch möglich sein mit den Seelen der Verstorbenen zu kommunizieren. Irische Einwander brachten diese Traditionen mit nach Amerika, wo am 31. Oktober Hallowe´en gefeiert wird. Im Hexenglauben stirbt der gehörnte Gott an diesem Tag, doch die Göttin trägt bereits seinen Samen in sich.

 

Starhawk meint dazu:

Dies ist die Nacht, da die Schleier zwischen den Welten fallen, es ist Neujahr. Und im Angesicht des sterbenden alten Jahres, da die Ernten eingebracht sind und die Felder brach liegen liegt das neue vor uns, denn heut Nacht ist der König des vergangenen Jahres über das sonnenlose Meer gesegelt, das der Schoß der Mutter ist; heut Nacht betritt er das Ufer der Insel der Äpfel, das leuchtende Weltenei und wird zur Saat seiner eigenen Wiedergeburt. Die Tore zu Leben und Tod stehen offen, das Sonnenkind wird empfangen und die Toten wandeln unter uns. Uns, den Lebenden, jedoch enthüllt sich das Geheimnis: das jedes Ende nur ein neuer Beginn ist. Wir begegnen uns einander in der Zeit die außerhalb der Zeit ist, im Überall und Nirgendwo, hier und dort, um zu Grüßen den Herrn des Todes, der Herr des Lebens ist um zu grüßen die Dreifache Göttin, die der Kreis der Wiedergeburt ist.

Jul (Wintersonnenwende, keltisch: Alban Arthuan): ca. 21. Dezember. G

efeiert wird die längste Nacht des Jahres und die darauf folgende Rückkehr des Lichts, ebenso wie die Geburt des gehörnten Gottes durch die Göttin. Seit Anfang des 4. Jahrhunderts wird um die selbe Zeit die Geburt Christi gefeiert, der eigentlich im August geboren wurde. Dieses Fest wird gern im großen Stil gefeiert, und sofern es die Platzverhältnisse erlauben, auch gerne zusammen mit anderen Coven

 

Starhawk meint dazu:

 

Die längste Nacht des Jahres, jetzt obsiegt die Dunkelheit über das Licht, jetzt triumphieren die Mächte der Zerstörung und der Finsternis über das Leben. Der kürzeste Tag, doch auch der erste Tag des neuen Jahres, der Tag der Geburt, der Tag der Wiedergeburt der Sonne, nach der dunklen Zeit der vergangenen Monate werden die Tage nun endlich wieder länger. Noch ist es zwar nicht spürbar, doch es geschieht, wieder einmal, wie schon abermillionen Mal, wie schon immer, wird auch dieses Mal der Triumph der Nacht auch zugleich ihren Niedergang bedeuten. Noch ist das Jahr ein kleines Kind, noch ist die Sonne ein kleiner Junge, kaum in der Lage seinen Kopf zu heben und kaum fähig zu lachen, doch ER wird wachsen, wird schon bald sein strahlend helles Lachen wieder über uns ergießen und alles um sich herum zu neuem Leben erwecken. Darum freut Euch, das heilige Kind, ER, unser Gott ist wiedergeboren. ER ist zurückgekehrt, aus dem Jugendland, dem Land in dem die Seelen der Verstorbenen sich auf ihre Wiederkehr vorbereiten, sich verjüngen, aus dem Land des ewigen Lachens. Und dann wird auch SIE unsere Göttin, die allgegenwärtige, alles nährende, Große Mutter, unsere Mutter Erde, sich wieder mit IHM vermählen, wird wieder Reifen mit IHM und Fruchttragen von IHM - es wird wieder Sommer werden, wie seit eh und je. Denn der Tanz des Lebens hat erneut begonnen. Darum freut Euch, ihr Geschöpfe dieser, unserer Erde, das Licht ist uns wiedergeboren. Also mein Rat an Euch ist: feiert einfach Weihnachten, so wie ihr es gewohnt seid! Mit Jahreszeitenkranz (=Adventskranz; nur das die Kerzen entsprechend den Himmelsrichtungsfarben gewählt werden - also für Frühling=Osten=gelbe Kerze, Sommer=Süden=rote Kerze, Herbst=Westen=blaue Kerze, Winter=Norden=grüne Kerze) anfertigen, Weihnachtsbaum schmücken, Backen und Winterspaziergang am 21. Dezember und Familienfeier an den gewöhnlichen Weihnachtsfeiertagen. Und wer das christliche Drumherum nicht mag, der läßt es einfach weg. Eure Angehörigen und Kinder werden es Euch danken und wir sind tolerant genug, nicht immer 'ne Extrawurst braten zu müssen.

 


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