Das Leben der Kelten
Das Leben des typischen Kelten des Altertums war das eines Bauern. Der Haupterwerb des großteils der Bevölkerung dürfte aus dem Ackerbau und der Viehzucht gekommen sein. Auf den Feldern, die eventuell bereits in Dreifelderwirtschaft bestellt wurden, baute man Emmer, Einkorn, Weizen, Roggen, Gerste und Hafer sowie Ackerbohnen und andere Feldfrüchte. Der Großteil der Nahrung dürfte sich daraus und aus Milchprodukten zusammengesetzt haben. Zusätzlich zu den Erträgen der Äcker und den Milchprodukten konnten auch die Tiere selbst als Nahrung dienen. Auf keltischen Siedlungen wurden bisher Rind, Schwein, Schaf und Ziege, Pferd, Hund und Huhn/Gans festgestellt, ergänzt durch Wildtierknochen von Rotwild, Wildrind, Wildschwein und Bär. Fischereierträge konnten bisher nicht direkt sondern nur durch die Funde von Netzsenkern für Fischernetze nachgewiesen, es ist aber anzunehmen, daß die Kost auch dadurch ergänzt wurde. Hauptsächliche Getränke waren wohl Wasser und Milchprodukte, im Herbst eventuell auch Fruchtsäfte und als primäres alkoholosches Getränk das Bier, für das uns aus dem altkeltischen mehr als 20 verschiedene Bezeichnungen wie Cervisia, Curmi und Curu bekannt sind.
Die Kleidung der Männer bestand aus einer Hose, genannt Bracae, einem einfachen Hemd sowie einem wollenen Umhang, laut Plinius einem dünnen im Sommer und einem dicken im Winter, der Sagum oder auch Mantellum genannt wurde. Der Umhang wurde vor der Brust oder an der Schulter von einer oder mehreren Fibeln (eine unserer Sicherheitsnadel ähnliche Konstruktion) gehalten. Die Kleidung war mit Karo- und Würfelmustern verziert, sodaß sie vermutlich dem schottischen Tartan nicht unähnlich gesehen haben dürfte. Die Hose wurde von einem Gürtel gehalten, der im Fall von reicheren Personen mit einer metallenen Schnalle verziert sein konnte. Ebenfalls zu Ausrüstung gehörten Schnabelschuhe, die ebenfalls mit Metallschnallen verziert sein konnten. Je nach Reichtum und sozialem Stand trugen die Männer auch Schmuckstücke, vor allem Armringe aus Metall, Glas oder Stein, aber auch Finger- und Fußringe, und im Fall von Personen edler Abstammung auch den berühmten keltischen Halsring, den Torques. Die Standardbewaffnung des keltischen Mannes war Speer, Gaesum genannt, Lanze, Lancea genannt und Schild, eventuell auch noch ein Waffenrock aus gestepptem Stoff oder Leder. Reichere Männer konnten sich auch ein Schwert leisten, wirklich reiche auch einen Helm und die Spitze der Gesellschaft trug als zusätzliche Verteidigungswaffe auch ein Kettenhemd. Während der frühen Zeit (5. bis 3. Jahrhundert), besaß der Krieger vermutlich auch noch einen Streitwagen, ab dann stiegen die kontinentalen Kelten auf Kavallerie auf Kosten des Streitwagens um.
Die keltischen Frauen trugen vermutlich einen langen, bis kurz über den Knöchel reichenden Rock, ebenfalls ein einfaches Hemd und denselben Umhang wie auch die Männer. Auch sie benutzten eine oder mehrere Fibeln, um den Umhang an der Schulter oder vor der Brust zusammenzuhalten. Der Rock wurde auch von einem Gürtel gehalten, bei reicheren Frauen konnte er entweder auch einen elaboraten metallenen Gürtelhaken aufweisen, zu gewissen Zeiten gibt es sogar ganz aus Metall bestehende Gürtelketten. Auch Frauen trugen vermutlich Schnabelschuhe, ebenfalls bei reicheren mit metallenen Schnallen verziert, und ebenso wie die Männer nur in noch stärkerem Maß, Schmuck. Regelhaft kommen in Frauengräbern mehrere Armringe aus Metall, Glas und/oder Stein vor, ebenso gibt es häufig Finger- und Fußringe und in manchen Fällen trugen auch Frauen einen Torques.
Kunst und Kultur
Sprache
Darstellende Kunst
Literatur
Von den Kelten in der Latenezeit sind Mythen in verschieden Zyklen überliefert, dem Fionn- Zyklus (handelt von dem irischen helden Finn), dem Ulster- Zyklus (in erster Linie von der Geschichte zwei kämpfnender Stiere), den vier Zweigen des Mabinogi (von Pwylls Lebensgeschichte) und der mythologische Zyklus.
Musik
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